Es werde Licht – die Sache mit den Nebelscheinwerfern

Eigentlich sind ja Nebelscheinwerfer per se etwas sehr nützliches und auch ein sicherheitsrelevantes Extra, das bei keiner Sonderausstattung fehlen darf, sofern diese ganz im Sinne des Erfinders eingesetzt werden. Das war’s dann aber schon mit den logischen Fakten.

Die Wirklichkeit sieht vielmehr so aus, dass zu Beginn der dunklen Jahreszeit im Oktober, die Schalter der Nebelscheinwerfer auf „Wintermodus“ sprich EIN geschaltet werden und dann auch bis zum Frühjahr permanent in dieser Stellung verharren. Anders ist es nicht zu erklären, warum bei bester Fernsicht nahezu jedes 5. Fahrzeug mit dieser Festbeleuchtung unterwegs ist. An einer möglichen Änderung der Straßenverkehrsordnung hat sich nach eigener intensiver Recherche nichts geändert, die Bußgelder sind sogar bei einem solchen „Vergehen“ auf mittlerweile 20€ gestiegen. Kein Grund für viele, deshalb auf ihre bezahlten Sonderaustattungsfeatures zu verzichten, getreu dem Motto „ich hab sie bezahlt, also nutze ich sie auch“. Müßig, hier nach Gründen zu forschen, das habe ich mittlerweile komplett aufgegeben. Die Frage die sich mir aufdrängt ist allerdings eine ganz andere: Moderne Autos sind heute vollgestopft mit den raffiniertesten Assistenzsystemen, sogar autonomes Fahren ist heute möglich. Systeme wie Fernlichtassistent und Kurvenlicht gibt es ja auch schon eine ganze Weile – warum dann aber gibt es kein System, welches die Nebelschlussleuchte bei einer Geschwindigkeit über 60 km/h automatisch abschaltet? Warum gibt es kein System, der den unangemessenen Gebrauch der Nebelscheinwerfer unterbindet? Sensorik für Sichtweitenerkennung gibt es doch schließlich zu genüge?

Vermutlich lässt sich so ein Systemnur sehr schlecht als Sonderzubehör verkaufen und würde den Fahrer „entmündigen“ – denn, wenn er schon nicht mehr selber schalten, lenken und bremsen muss – die Macht des Lichts möge mit ihm sein… und bleiben.

Author: FraJa

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